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Den Fünfer und das Weggli

21.02.2020 • Leserbriefe
Den Fünfer und das Weggli

Alle sind für die Förderung erneuerbarer Energien, doch niemand will sich dafür durch Windräder die Aussicht «verschandeln» lassen. Dabei hinkt die Schweiz gerade in Sachen Windenergie noch weit hinterher. Wer die Energiewende will, muss auch ertragen, dass sie stattfindet.

Der Aufschrei war gross, als Nationalrätin Priska Wismer vor kurzem verlauten liess, dass sie auf dem Stierenberg in Rickenbach Windräder aufstellen möchte. Im Nu lagen über 1000 Unterschriften gegen das Projekt auf dem Tisch. Darunter auch viele Petitionäre, die gar nicht in Rickenbach wohnen und darum die Windräder auch nie zu Gesicht bekommen würden. Es ist offensichtlich: Alle sind für die Förderung erneuerbarer Energien, doch keiner will sich dafür die Aussicht «verschandeln» lassen. Mit dieser Haltung werden wir die Energiewende 2050 mit Sicherheit nicht schaffen. Gerade in Sachen Windenergie hinken wir in der Schweiz noch weit hinterher. Deutschland und sogar Österreich, welches von der Topografie her mit der Schweiz vergleichbar ist, sind uns da meilenweit voraus. Und der Widerstand gegen die Windenergie ist nur einer von vielen: Ich kann nicht gegen Windräder, gegen Stromleitungen, gegen Wasserkraft, gegen 5G und gleichzeitig für die Energiewende und für den Klimaschutz sein. Wer die Energiewende will, muss auch ertragen, dass sie stattfindet. Den Fünfer und das Weggli gibt es nicht. Auch in Rickenbach nicht.

Thomas Meier, FDP-Kantonsrat und Vorstand «Neue Energie Luzern – NELU», Schenkon

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